Interview
Lang hats gedauert, elend lang,
bis es uns endlich mal gelang,
die Stadtpostill' zu motivieren,
jetzt etwas Neues zu probieren
Die Zeit, wo es nur Krimis gab,
die tragen wir ganz schnell zu Grab.
Denn jetzt komm viel mit Fantasie
und Leichen sieht man bei uns nie!
Doch spannend ist es allzumal
und lesenswert, auf jeden Fall.
So danken wir an dieser Stelle
ganz herzlich unserer Nordwestzeitung
Sylvia Didem und Rolf Glöckner
Und hier kommt das Interview
Sternenhimmel inspiriert die Fantasie
Hobby-Astronomen
Sylvia Didem und Rolf Glöckner bevorzugen Fantasy und Science-Fiction
Die beiden
Sternfreunde haben spät mit dem Schreiben begonnen. Dafür arbeiten sie umso
intensiver an ihren Texten.
Oliver Bloch
Gesammelte Werke: Sylvia Didem und
Rolf Glöckner von den Oldenburger Sternfreunden haben Spaß am Schreiben. Beide
Autoren haben in den vergangenen Jahren einige Bücher und E-Books
veröffentlicht.
Bild: Oliver
Bloch
Oldenburg Für das Weltall begeisterten sie
sich schon als Kinder. „Ich hätte so gerne Astrophysik studiert“, erzählt Rolf
Glöckner (69). Sylvia Didem (67), bekennender Science-Fiction-Fan, sitzt
neben ihm und nickt verständnisvoll: „Das Gleiche gilt auch für mich.“
Doch es kam anders. Glöckner machte
eine Lehre zum Industriekaufmann und arbeitete für einen großen Konzern in der
Datenverarbeitung. Didem war mehr als 30 Jahre als Augenoptiker-Meisterin
tätig, ehe sie im Alter von 53 Jahren doch noch ein Physikstudium anfing. Ihr
Hobby ließen die beiden Mitglieder der Oldenburger Sternfreunde aber nie aus
den Augen. Seit einigen Jahren widmen sie sich nun auch literarisch den Fragen
von Raum und Zeit.
Ein heruntergefallener Spiegel in
seinem Haus war für Glöckner vor vier Jahren der Auslöser. „Dadurch ist die
Idee geboren“, berichtet er von seinem Einstieg. „Spiegelwelten – die zwölf
Bücher“ nannte er seinen ersten Fantasyroman. Er handelt von den Geschwistern
Tom und Carolyn, die auf dem Dachboden ein geheimnisvolles Buch und einen
Spiegel entdecken, hinter dem sich eine andere Welt auftut. Inzwischen ist
daraus eine Trilogie geworden, denn es folgten „Spiegelwelten – Der
Kristallkrieg“ und „Spiegelwelten – Das Hexenschloss“. Beim Schreiben lässt der
69-Jährige seiner Fantasie freien Lauf: „Meine Geschichten entwickeln sich. Ich
weiß vorher nicht, wie es ausgeht.“
Das ist bei Sylvia Didem, mit ihrem
Hang zu den Naturwissenschaften, komplett anders. „Ich recherchiere akribisch,
mache einen Plot und gebe meinen Figuren einen Charakter“, beschreibt sie ihre
Vorgehensweise. „Die Chance – Reise durch Raum und Zeit“ heißt ihr erstes Werk.
Unter dem Motto „Was, wäre, wenn“ widmet sie sich auf einer Zeitreise den
großen Fragen der Menschheitsgeschichte. Auslöser, mit dem Schreiben zu
beginnen, war für sie das Ende einer Star-Trek-Folge, das ihr nicht gefiel.
„Ich schrieb es um, durfte das aber nicht veröffentlichen wegen der Rechte“,
blickt die Autorin zurück.
Fortsetzung folgt, gilt auch für ihr
erstes Buch. „Jenseits von Rot das Blau“ lautet der Nachfolger, der bereits als
E-Book veröffentlicht wurde. Rot und Blau, Mars und Erde – das All, die Sterne
und Planeten lassen die Oldenburgerin wahrlich nicht los.
Sylvia Didem, „Die Chance – Reise durch Raum und Zeit“ (367 Seiten) und „Jenseits von Rot das Blau“, Kindle E-Book, 3,99 Euro;
Rolf Glöckner, „Spiegelwelten – Die zwölf Bücher“, 188 Seiten und „Spiegelwelten – Der Kristallkrieg“ sowie „Spiegelwelten – Das Hexenschloss“. Alle Taschenbücher beim Autor, die EBooks überall dort, wo es EBooks gibt, erhältlich bei Amazon und im Buchhandel
kleines Gedicht (c) Rolf Glöckner
Autorenfoto und Interviewtext: Oliver Bloch, Nordwestzeitung

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