1. Oldenburger Lesemarathon
Ins Reich der Fantasie entführten sieben Autoren und Autorinnen am Sonnabend ihre gespannten Zuhörer im Kulturzentrum PFL.
Das Leseforum Oldenburg hatte von 15 bis 22 Uhr zum 1. Oldenburger
Lese-Marathon eingeladen. Die Gattungen reichten von Krimi und Thriller
über Fantasy bis hin zu Lyrik und Sagen.
Hanna Seipelt,
die den Marathon auch organisiert hatte, las zum Auftakt
„Oldenburg-Geschichten“. Im Ruhestand begann Seipelt, erste
Geistergeschichten für ihre Enkelkinder zu schreiben, die auch
veröffentlicht wurden. „So bin ich in die Geschichte Oldenburgs
eingetaucht“, erzählte sie. Durch ihr Interesse für Sagen entstand dann
die Idee, neue Sagen über Oldenburg zu erfinden. Einige dieser Sagen,
die beispielsweise ausgedachte Entstehungsgeschichten von der Statue des
Ebers in Eversten und dem Brunnen am Lefferseck erzählen, las Hanna
Seipelt beim Marathon und begeisterte damit das Publikum. „Die
Kurzgeschichten haben mir unglaublich gut gefallen“, schwärmte Zuhörer Ulrich Kuntze. Auch Ilka Silbermann,
die ebenfalls das Leseforum besucht, gefiel die Lesung sehr. „Es wurde
sehr schön vorgetragen, da kann man noch was lernen“, betonte sie.
Anschließend las Rolf Glöckner
aus seinem Roman „Spiegelwelten“, mit dessen Protagonisten bereits zwei
weitere Bände erschienen. Die Idee zu dieser Fantasy-Geschichte kam
Glöckner, als bei ihm zu Hause ein Spiegel herunterfiel. So entstehen
seine Romane meist: „Ich sehe etwas, habe eine Idee und schreibe“,
erklärte er. Zurzeit arbeitet er an einem vierten Roman, wieder ein
„Fantasy-Krimi“.
Später lasen Eske Kebeck, Elisabeth Drab, Manfred Brüning, Florian Gerlach sowie Axel Berger aus den Gattungen Krimi, Lyrik und Frauenliteratur.
Das Leseforum Oldenburg trifft sich an jedem zweiten Dienstag im Monat im „Mephisto“ (Artillerieweg 56). Jürgen Schmidt
gründete es im Februar 2014, um Autoren und Autorinnen aus Oldenburg
und Umgebung die Möglichkeit zu geben, sich zu vernetzen und aus ihren
Werken und Manuskripten vorzulesen. Dies kommt sehr gut an, mittlerweile
stellten bereits 32 Autoren Geschriebenes vor. Im Anschluss an die
Lesungen leitete Wolfgang Wulf
die Diskussion über das Gehörte. Denn, so Hanna Seipelt: „Denen, die
vorlesen, ist konstruktive Kritik und Feedback natürlich wichtig.“
Fotos: Volkmar Brand, Rolf Glöckner
Text: Jana Budde (NWZ)




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